Was sind Früchte?

Früchte sind die Erzeugnisse sowie die bestimmungsgemäße Ausbeute einer Sache oder eines Rechts, § 99 BGB.

Sachfrüchte sind von einer Sache produzierte andere Sachen, z.B. Kartoffeln, die auf einem Acker wachsen.

Rechtsfrüchte sind aus der Sache entstehende Forderungen, z.B. Zinsen.

Welche Vereinbarungen verstoßen gegen den Typenzwang?

Alle, die nicht im Gesetz angelegt sind.

Dies können zum einen Abweichungen von Prinzipien sein, z.B. ein „Stockwerkseigentum“, das es nur unter bestimmten Voraussetzungen in Wohnungseigentumsrecht gibt. Ansonsten ist diese Konstruktion unwirksam, da sich das Eigentum immer nur auf die gesamte Sachen beziehen kann.

Aber es ist auch nicht möglich, sich neue sachenrechtliche Rechtsverhältnisse auszudenken. So ist bspw. eine Hypothek an einer Maschine nicht möglich.

Was bedeutet der Typenzwang?

Der Typenzwang ist die Ausformulierung des Numerus clausus des Sachenrechts: Es gibt nur bestimmte Rechte und Rechtsgedanken, von denen durch Vereinbarung nicht abgewichen werden kann. Die Vertragspartner sind also gezwungen, die Typizitäten des Sachenrechts zu verwenden.

Was ist der Bestimmtheitsgrundsatz?

Der Bestimmtheitsgrundsatz (auch: Spezialitätsgrundsatz) fordert, dass die Identität der Sachen, über die verfügt wird, zweifellos klar ist. Insbesondere, wenn es um mehrere Sachen geht, muss sich unmittelbar aus der Vereinbarung ergeben, welche Sachen vom Geschäft umfasst sein sollen und welche nicht.