Wann Erlöschen Rechte Dritter?

Drittrechte, die auf der Sache ruhen (z.B. ein Anwartschaftsrecht), können ebenfalls erlöschen, wenn der Erwerber gutgläubig dahingehend war, dass das diese Rechte nicht bestehen, § 936 BGB.

Die genauen Modalitäten stehen in § 936, in Wesentlichen kommt es auch hier auf den Besitzerwerb an.

Was ist die Hauptsache?

Hauptsache gemäß § 947 BGB ist die Sache, die ihr Wesen behalten würde, auch wenn einzelne Teile fehlen.

Beispiel: In ein Schiff werden Möbel eingebaut. Das Schiff ist die Hauptsache, da es auch ohne diese Möbel ein vollwertiges Schiff wäre.

Wann liegt eine nur vorübergehende Verbindung mit einem Grundstück (§ 95 BGB) vor?

Nur vorübergehend ist eine Verbindung, wenn der Einfügende zum Zeitpunkt der Verbindung vorhatte, die Sache später wieder zu entfernen. Dies gilt insbesondere, wenn der Zweck der Sache nur ein vorübergehender war.

Eine spätere Willensänderung ist insoweit unbeachtlich. Wird also ein Baucontainer später zum Gartenhäuschen umfunktioniert, bleibt seine Verbindung doch eine vorübergehende. Wird die eigentlich dauerhaft geplante Garage doch wieder abgebaut, so bleibt sie bis zur tatsächlichen Trennung Teil des Grundstücks.

Wann kann dann überhaupt noch ein gutgläubiger Erwerb stattfinden?

Viele Sachen verlassen ihren Eigentümer durchaus mit dessen Willen. Sie werden bspw. verliehen oder vermietet oder der Besitzer soll mit dieser Sache etwas machen. Denkbar ist auch, dass das Eigentum wechselt, ohne dass die Sache übergeben wird (z.B. § 930). In all diesen Fällen ist die Sache nicht abhandengekommen und kann gutgläubig erworben werden.