Was passiert, wenn verlängerter Eigentumsvorbehalt und Globalzession zusammentreffen?

Beim verlängerten Eigentumsvorbehalt (siehe oben) tritt der Käufer seine Ansprüche gegen seine Kunden an seinen Lieferanten ab, um dessen Kaufpreisforderung zu sichern. Hat er aber zugleich eine Globalzession mit einer Bank vereinbart, hat er auch an diese seine Forderung gegen die Kunden im Voraus abgetreten.

Hier kollidieren also zwei Abtretungen, sodass man sich fragen muss, welche von beiden wirksam ist.

Nach herrschender Meinung ist die Globalzession daher so auszulegen, dass sie sich nur auf die Forderungen bezieht, die sich nicht auf unter Eigentumsvorbehalt gekaufte Waren beziehen (dingliche Teilverzichtsklausel).

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