Kommen dem Erbschaftsbesitzer die Erbschaftsgegenstände abhanden?

Der Erbe erwirbt gemäß § 857 BGB im Moment des Todes des Erblassers den unmittelbaren Besitz, er wird also „Erbschaftsbesitzer“. Werden nun gegen seinen Willen einzelne Sache daraus weggenommen, stellt sich die Frage, ob diese wirklich „abhandengekommen“ sind, da er ja nie die Sachherrschaft ausgeübt hat.

Aber auch hier ist ein Abhandenkommen anzunehmen, da § 857 einfach eine ganz eigene Kategorie von Besitz anordnet. Übernimmt er den Besitz tatsächlich, gelten wieder die allgemeinen Regeln.

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